Sicherheitsfirma greift AktivistInnen an
In der Waterfront in Bremen fand am Samstag die 12. Zeitarbeitsmesse unter dem zynischem
Motto
Arbeit mit Zukunft statt.
Um ihre grundsätzliche Ablehnung der Zeitarbeit deutlich zu machen,
versammelten sich dort circa 20 AktivistInnen aus verschiedenen linksradikalen und
sozialpolitischen Gruppen. Mittels Flugblättern, Redebeiträgen und Transparenten wurden
die BesucherInnen, über die Realitäten in der Zeitarbeit, informiert.
"Leiharbeit ist eine besonders widerliche Beschäftigungsform, mit ihr werden die Lähne noch
weiter gedrückt, die Tarifverträge unterlaufen und die Arbeitsverhältnisse immer weiter
prekarisiert", so Inga Peters vom Bremer Bündnis gegen Leiharbeit. "Dies alles geschieht mit
Unterstützung der Stadt Bremen", so Peters weiter. "So würden Arbeitssuchende gezielt vom
Bremer Jobcenter auf Zeitarbeitsfirmen verwiesen werden, wer dem nicht nachkomme bekäme
Sanktionen. Wir fordern die sofortige Abschaffung der Zeitarbeit", so Peters.
überschattet wurde der Protest von Gewalt seitens der Sicherheitsfirma der Zeitarbeitsmesse.
Circa 8 - 10 Securities griffen die AktivistInnen gezielt mit Tritten und Faustschlägen an
und verletzten mehrere. Mehrere Einsatzwagen der Polizei wurden von den Veranstaltern der
Zeitarbeitsmesse angefordert und gingen zum Teil in Kooperation mit den Securities gegen
Demonstrierende vor.
"Der Einsatz von Schlägern gegen Proteste gegen Zeitarbeit ist neu. Offensichtlich fühlen
sich die Zeitarbeitsfirmen unsicher", so Peters dazu. Anschaulich wurde damit, wie Gewalt
gegen Erwerbslose, sie mittels Sanktionsdruck in die Mühlen der Zeitarbeitsfirmen zu
treiben in private (Security) und öffentliche Gewalt gegen KritikerInnen dieser Verhältnisse
ergänzt wird.
"Was der Einschüchterung dienen sollte, ist für uns aber nur erneuter Ansporn", so Peters
abschließend.
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23.05.2011
Für Bürgerarbeit
Wo der Staat, da auch der Bürger. So haben wir dem Bürgertum auch auch das bürgerliche Gesetzbuch zu verdanken. Wem nützt es? Dem Bürger mit Geld. Alle sind vor dem Gesetz gleich, ein € ist ein €. Wer mehr hat, der ist besserer Bürger. Den anderen bleibt nur, wie immer, die Arbeit. In diesem Fall, die Bürgerarbeit.
Nun mag sich der eine oder andere denken: "Ich bin doch Bürger und arbeite, was ist Bürgerarbeit?" Wie so häufig ist das, was man gesondert betonen muss, nur Scheiße mit netten Anstrich. Bürgerarbeit leistet man als Arbeitsloser statt regulärer Arbeit. Und genauso kriegt man auch keinen regulären Lohn. Das ist Arbeit, die man für Bürger verrichtet, nicht als Bürger. Statt also als Mensch ernst genommen zu werden, darf man denen zuarbeiten, die sich fügen und ihre Erfüllung in Job und Karriere sehen. Das bedeutet in Verden, dass man in Kitas und Wohlfahrtsverbänden auf die aufpasst, die der Karriere im Weg stehen. "Ist doch prima", mag sich die Bagis denken, "Die Leute haben ein gutes Gefühl und verlangen nicht viel Lohn". Das heißt dann "mindestens 900, bzw. mindestens 600 Euro (= Zuschusshöhen der BagIS an die Arbeitgeber) + Sozialversicherungsbeiträge (ohne Arbeitslosenversicherung)." [1] Wer jetzt sagt, dass das nicht viel ist, der sei beruhigt, denn: "Die Arbeitgeber müssen aber mindestens die Tariflichen/ortsüblichen Ecklöhne bezahlen." Und wir alles wissen ja, wie fair und menschlich der Arbeitgeber als solcher zahlt. Der denkt ja auch nur an die Arbeitnehmer. Aber nichts gutes.
Nun ja, keine Leistung ohne Gegenleistung. Was kriegt also der FürBürgerarbeiter denn so? Einen persönlichen Coach. Und im Gegensatz zu Schaaf wird es dieser Trainer bestimmt richten. Aber es kommt noch besser, denn plötzlich wird der Konsens wiederentdeckt: "Auch der Leiter der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (Bagis), Thomas A. Schneider, und der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen, Götz von Einem, sind voll des Lobes. 'Das Konzept der Bürgerarbeit in Bremen wurde in einem regionalen Konsens entwickelt und wird von den am Arbeitsmarkt relevanten Partnern aktiv mitgetragen', sagte von Einem." [2] Relevant ist hier aber mal wieder nur die eine Mehrheit: €. Das haben wir schließlich im bürgerlichen Parlamentarismus so gelernt.
[1] Pressestelle des Senats
[2] Weser Kurier
19.01.2011
Soliveranstaltungen für den Erhalt der Buchte
Im folgenden wollen wir auf Soliveranstaltungen in nächster Zeit für das Jugendhaus Buchte aufmerksam machen. Diese Veranstaltungen dienen der Finanzierung des Kaufs und der Sanierung des Jugendhauses, das seit 40 Jahren von Jugendlichen im Sinne alternativer unkommerzieller Jugendkultur genutzt wird und auch schon Raum bot für Veranstaltungen der FAU Bremen. Alles weitere erfahrt ihr im Aufruf:
"Wie viele von euch schon wissen, ist die Buchte total kaputt. Die
Bausubstanz stammt aus der Nachkriegszeit und seit 2005 ist bekannt,
dass die Wände des Hauses mit Schwamm befallen sind.
Seit fünf Jahren
planen wir nun eine notwendige Sanierung der Buchte und versuchen mit
der Besitzerin des Hauses, der Immobilien Bremen (IB), auf einen Nenner
zu kommen. Jetzt, Ende 2010, stecken wir noch immer in den Verwaltungs-
und Verfahrensstrukturen der IB fest. Zuletzt wurden uns Bedingungen für
die Sanierung auferlegt, die für die Buchte nicht finanzierbar sind!.
Uns reicht es!!
Klar muss sein: Wenn wir das Haus nicht kaufen und es sanieren, wird Haus
und Grund an den meistbietenden Investor verkauft und geht somit als Ort
kritischer Jugendarbeit verloren. Die Lage ist also ernst! Das wäre das
Ende für einen weiteren der ohnehin schon wenigen Freiräume für die
Selbstorganisation und Jugendkultur in Bremen. Die Schließung des
Wehrschlosses ist erst anderthalb Jahre her und die Buchte soll nicht
als nächstes dran sein. Seit 40 Jahren beleben Jugendliche dieses Haus
und das Haus diese Stadt.
Das soll auch so bleiben!!!
Und dazu brauchen wir EURE Unterstützung:
- Kommt zu den nächsten Aktionen und Partys zur Rettung der Buchte
- Sendet uns eure Mailadresse, damit wir euch über Aktionen, Partys und
Konzerte informieren können an buchte (at) nfj-bremen.de
- Wer Bock hat, mehr zu reißen: Jeden Montag 18Uhr Planungstreffen in der
Buchte!"
9.1.2011
Film "StrikeBike – Eine Belegschaft wird rebellisch" um 19Uhr im Kurzschluss
Wir möchten alle Interessierten und Sympathisanten der FAU noch einmal
unsererseits darauf hinweisen, dass diesen Donnerstag den 16.12 im Rahmen
eines Attac-Filmabends im Kurzschluss in der Lahnstraße 16 der Film
"StrikeBike – Eine Belegschaft wird rebellisch" gezeigt wird.
Im Anschluss daran gibt es eine Diskussionsrunde mit Genossen der FAU Bremen
über die Betriebsbesetzung und zu den Ideen
der Freien Arbeiter und Arbeiterinnen Union. Der Abend ist also perfekt
geeignet für Alle, die sich mit den Thema der
Basisorganisation in Betrieben und der FAU als Gewerkschaft
auseinandersetzen wollen.
Für Alle vorab interessierten befindet sich ein Trailer auf Youtube
14.12.2010
Am 09.Dezember:
Sittenwidrige Löhne in der persönlichen Assistenz?
Dumping im Gesundheitswesen - Nicht mit uns!
Ein Genosse berichtet über eine Lohnklage in der persönlichen Assistenz sowie die Arbeitszustände.
Ab 18.00 Uhr im Mono, Langemarckstraße 207
Mehr dazu im Flyer
15.07.2010
Die Freie ArbeiterInnen Union Bremen lädt am Samstag den 27. November zu einem Filmabend im Kurzschluss in
Bremen-Neustadt. Gezeigt wird: Salvador - Kampf um die Freiheit.
Beginn ist um ca 20Uhr
Für alle vorab Interessierten gibt es eine Filmbeschreibung auf kino-zeit.de
und eine Übersicht zum Leben Salvador Puig Antichs in der Wikipedia
24.11.2010
"Deutsche Geschichte" und "Ritterkreuzträger – Profile" heißen zwei der Blätter
Das erste schildert meistens Ereignisse aus der Diktatur des Nationalsozialismus oder der des Kaiserreichs.
In den Fällen meistens unreflektiert bis lobpreisend.
Auf dem Cover des "geschichtshistorischen Magazins" finden sich Hinweise auf den Inhalt:
"1940: Hitler suchte vergeblich Frieden."
Auch mit Wirtschaft wird sich beschäftigt:
"Der Euro im Sturzflug"
weiter geht es mit ...
"Israel kujoniert alle Welt"
Wer wissen will, was dieses, etymologisch betrachtet aus dem Französischen stammende Wort bedeutet, schlägt ein
Fremdwörterlexikon auf, darin zu lesen:
"Kujon, der, frz. Aas (Schimpfwort), niederträchtiger Mensch, Quälgeist, Schuft, Schurke."
"kujonieren, frz. Jemanden bösartig behandeln, drangsalieren, niederträchtig behandeln, quälen."
Das zweite Prachtstück, "Ritterkreuzträger – Profile" schildert die "Heldentaten" deutscher Soldaten, die mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet wurden.
Beispiele für solche Menschen sind Oberst Rudel, der auch nach dem Regime Schlagzeilen machte und eines der
Vorbilder von Deutschlands hässlichstem Neonazi gehört auch dazu: Otto Riehf.
1939 wurde der Orden von Adolf Hitler neu gestiftet und seit dem etwa 7000 Mal verliehen.
Es gibt pro Schmuddelheftchen mehrere Nazis die mit Bild und Orden vorgestellt werden.
Dabei fehlt ein kritischer Umgang mit den Taten der bezahlten Mörder und Diener des Faschismus.
Wo sich noch vor geraumer Zeit junge Neonazis um Hakenkreuzkitsch und Bilder ihrer Idole stritten, tauchen sie jetzt
unverblümt im Bremer Hauptbahnhof auf. Man muss sich nicht mal die Mühe der Internetrecherche machen.
Was im Internet schon bekämpft wird, vertreibt "Presse und Buch" völlig "legal" und regelmäßig
seit einigen Monaten, vielleicht Jahren.
Unsere Genossen haben hier schon zwei mal im Abstand von ca. 4 Monaten mit Beschäftigten gesprochen, die aber aus
Angst um ihren Arbeitsplatz keine Stellungnahme abgeben wollten und nur auf ihre Unschuld und auf die Verantwortung
der Leitung hinwiesen – die sei in Hamburg.
Schön, dass man Bremer darauf aufmerksam macht, dass der Feind in Hamburg sitzt – soviel wussten wir auch schon.
Bei diesem Beispiel wird einmal mehr deutlich wie Kapital und Nationalismus zusammenwirken.
Die Zeitung verkauft sich, also wird sie ins Sortiment übernommen. Ganz egal was drinsteht – "Presse und Buch" kann
sich
keine Seele leisten und verkauft Naziliteratur neben "Militärgeschichte" und zahlreichem anderen "patriotischem" und
"historischem" Werk.
Wir fanden bei unserem ersten Besuch des Ladens eine Zeitung, in der mit dubiosem Werkzeug die Schädelgröße von
Afrikanern und Europäern verglichen und gemessen wurde... als wir den Kassierer ansprachen warum eindeutig
rassistische Presse hier verkauft wird, antwortete auch dieser, dass ihn das nichts anginge, weil der Einkauf
nichts mit seiner Aufgabe zu tun hätte.
Wir waren verwundert über soviel Stumpfsinn.
(Im zweiten Bild lautet die Unterschrift doch tatsächlich "1940 war im das Verwundetenabzeichen in Schwarz
verliehen worden." Wir glauben der Urheber meinte "ihm". Dabei ist zu bemerken, dass wir das Heft aus Gründen
der Integrität nicht lesen konnten. Beim überfliegen fanden wir also schon Rechtschreibfehler – ein Anzeichen
für einen rechtsextremen Autor, zeigte unsere Erfahrung – auch im Internet, wo die Leserschaft und damit die
Blamage noch größer ist.)
...Und fragen uns, wann die Antifa mit ihrer "Ladenschluss" Kampagne im Bremer Hauptbahnhof einmarschiert.
Leider blieb der Öffentlichkeit bis jetzt verborgen, was "Presse und Buch" so alles für Geld tut.
Wir warten gespannt auf Reaktionen.
18.11.2010
Lachhaft!
„Cash up — Stärke Deine Finanzkompetenz”
...so der Titel eines Artikels im Gemeindebrief der Vereinigten evangelischen Gemeinde der Bremer Neustadt, Jahrgang 2, Ausgabe 7.
Hier soll für eine „Schuldenprävention für Jugendliche und junge Erwachsene” geworben werden.
Zum einen kann sich hier der Arbeiter von Morgen von einer sogenannten „Sozialpädagogin” und von sogenannten „freiwillig sozial engagierten Menschen” anhören wie er mit Geld umzugehen hat und zum anderen gibt es den moralischen Rohrstock aus Zeiten, in denen Oma noch Onanie verboten hat. Das liest sich so: „Besonders wichtig ist uns, dass junge Menschen bei teuren Anschaffungen erst einmal tief durchatmen und in Ruhe abwägen, anstatt sofort zuzugreifen. Dabei ist es unerlässlich, die eigenen finanziellen Voraussetzungen einzubeziehen und sich kritisch hinterfragen zu lernen: „Brauche ich das jetzt wirklich, kann ich mir das leisten, oder sind andere Dinge wichtiger?”
Natürlich kommt von der nächstenliebenden Kirche erstmal eine Forderung nach Selbstkritik. Das Drumherum, das sich niemand der „jungen Erwachsenen” aussuchen konnte wird nicht reflektiert. Ähnlich wie im Christentum geht es auch hier darum das angeblich fehlerbehaftete Individuum vor den Großen in der Welt niederknien zu lassen.
Ständig wirbt die Kirche für Projekte gegen Armut und für sogenanntes „freiwilliges soziales Engagement”, aber niemals benennt sie die Träger von Krieg und Armut. Niemals kämpft sie als Organisation gegen die Nutznießer von Ausbeutung, Hartz4, usw.
Stattdessen gibt sie sich als Institution stockreaktionär, ihr Verständnis von einer „sozialen Stadt” ist geprägt von Klassenunterschieden, der Akzeptanz von Armut und dem Beugen vor den Reichen. Zu weit hergeholt ? Man lasse sich den Namen eines Fonds der Bremischen Evangelischen Kirche auf der Zunge zergehen:
„Armut und Reichtum für eine soziale Stadt”
Selbst in so einem nichtssagenden Schrieb, wie dem „Gemeindebrief” wird davon ausgegangen, dass die Kapitalwirtschaft völlig in Ordnung sei und nur der kleine Mensch fehlerbehaftet ist, er soll seine Bedürfnisse zügeln und seinen Geist kasteien – Gehorche!
Wie lächerlich in der Neustadt zu leben und sich so blind zu stellen, hier sind Alkoholismus und Drogenmissbrauch ebenso Symptome von Arbeitslosigkeit und Armut, wie es teure Autos und im Bau befindliche Bonzenhotels für Reichtum und Maßlosigkeit sind. Dabei wird einem wirklich kritischen Blick sofort klar, wer hier überlegen sollte „Brauch ich das jetzt wirklich” - wir glauben kaum, dass die „jungen Menschen” und Besucher der Bagis über ihren nächsten Neuwagen nachdenken, oder darüber welchen armen Hilfsarbeiter sie als nächsten in die Perspektivlosigkeit befördern.
Wir sind übrigens der Meinung, dass wir „freiwillig sozial engagiert” im Wesentlichen sind und diese Christen nur aus Feigheit und Berechnung.
Wir gehen außerdem davon aus, dass es der Natur eines „jungen Menschen” mit Lebensdrang entspricht „einfach zuzugreifen”.
Über diese und andere Formulierungen haben wir uns köstlich amüsiert.
13.09.2010
"Wie die Schweine"
Kapitalisten zeigen ihr wahres Gesicht
Die Wirtschaftszeitung "Wirtschaftswoche" startete vor einigen Tagen eine Werbeaktion mit Postkarten, die darauf hinwiesen, dass das kulturlose Schundblatt 4 Wochen gratis zu beziehen ist.
Fairer Weise endet das Abo automatisch – Wer's glaubt...
Nun befand sich einige bunte und interessante Aufmachung auf der Karte, um zu versuchen darüber hinwegzutäuschen, dass die "WiWo" eigentlich ein synthetischer Bedarf ist und ihr Bezug keinen konkreten Nutzen für den Käufer hat.
Dieses Täuschungsmanöver fiel allerdings unüblich authentisch aus.
Die Kapitalisten ließen den kleinen Designer, der für sie die Drecksarbeit am Computer machen darf, einen Eberkopf als Trophäe für das Cover benutzen. Daneben steht im Kolonialstil auf einer Messingplakette eingraviert "Konkurrenz Kampfkeiler". Der kapital(istisch)e Keiler drückt auch für uns vorstellbar aus, was Kapitalisten und ihre Zuspieler eigentlich sind – Schweine die sich im Dreck von Geld, Korruption, Staat und Macht balgen, grunzend in ihrer eigenen Mist stampfen und stumpf alles an blühender Kultur zunichte trampeln, was sich andere in ihrem Sinn für ein glückliches menschliches und freies Leben erarbeitet haben.
Das Bild des Kapitalisten der "etwas aus sich gemacht" hat, der da glänzend in der Sonne seines Vorgartens steht und einen Anzug trägt, ist ja gänzlich falsch – seinen Methoden und Manieren seinen "Untergebenen" gegenüber ist eher daraufzuschließen, dass ein Fell und verbogene Zähne ehrlicher wären. Selbst die letzte Sklavenseele des Planeten würde anhand dieses visuellen Signals schnell erkennen, um wen es sich hier handelt. Um den "Konkurrenz Kampfkeiler" der in umsichtiger Manier den ganzen Erdball vollscheißt und zertrampelt, keine Rücksicht kennt vor der Kultur der Menschen und nur seine Kapitalakkumulation im schweinischen Sinne hat.
Allerdings ist uns ein weiterer Fauxpas des Drecksblattes nicht unverborgen geblieben:
Der Werbespruch des Schundzettels lautete "Nichts ist spannender als Wirtschaft" – Eine Zeitung deren Inhalt also so uninteressant ist, dass sogar das "Nichts" spannender ist – man erinnere sich an den Film mit dem Jungen und dem geplatzten Golden Retriever ("Die unendliche Geschichte"), also da gab es ja auch so eine Gegend. Wenn ich mich recht erinnere lebten dort eine verbiesterte Miezekatze und eine vollgeschleimte Schildkröte, die den armen Jungen essen wollten. Nun da können wir uns gut vorstellen, dass sich da so ein waschechter ungewaschener "Konkurrenz Kampfkeiler" wohlfühlt. Im Nichts. Wo er hingehört.
25.07.2010
Pädagogik des Gesetzes
Als ich ein Schüler der Orientierungsstufe eines kirchlich privaten Gymnasiums wurde, sollten wir mit einer Sache konfrontiert werden, die EVA hieß.
Damit meinten die Lehrkräfte Eigen Verantwortliches Arbeiten. Als sehr fortschrittlich und pädagogisch wertvoll angepriesen, erwies sich diese Eigenverantwortung als heiße Luft. Wirkliche Eigenverantwortung kann unmöglich umgesetzt werden, wenn der durch Leistungskontrollen gegebene Rahmen der selbe wie zu Zeiten des „Frontalunterrichts” ist. Die vom Lehrer vorgegebene Bahn der „Selbstverantwortung”” erwies sich in meiner Erinnerung in jedem Fach als Widerspruch zu meiner Auslegung des Wortes „Eigen”.
Zum Beispiel wies mir der Kunstunterricht einige Aufgaben zu, deren Erfüllung ich verantwortungsbewusst hätte bis zum Letzten Zweifel vertreten können – allerdings nicht gegen die persönlichen Vorstellungen eines Lehrers. Die Autorität waltete nach wie vor.
Dieser Zwang krampfhaft eigenes Erarbeiten der Lerninhalte durchzukämpfen, obwohl es gar nicht für die Schüler ersichtlich war, wo denn nun der eigene Anteil am Ende war, begleitete mich noch bis zum Abschluss. Bis in eine Zeit hinein, in der die deutsche Universitätskultur die tatsächlich noch Reste freien und eigenverantwortlich umsetzbaren Raumes inne hatte, zu einem Bachelor und Mastersystem gemacht wurde. Obwohl die Studenten und Schüler total eigenverantwortlich dagegen protestierten...
Damals lasen wir – angeregt durch einen lebensfrohen und offenherzigen Deutschlehrer – den Hauptmann von Köpenick.
In diesem Stück wird dem Preußentum und dem aufkommenden Militarismus und Nationalismus die glorreiche Fassade genommen und in seiner tatsächlichen Lächerlichkeit und Realitätsferne dargestellt. Es geht dabei um die Bloßstellung der Bürokratie, als Organisationsform einer Gesellschaft, die die Bedürfnisse selbiger unmöglich erfüllen kann, wenn nach ihren Gesetzmäßigkeiten gehandelt wird.
Nun ja ich las das Buch, wie viele andere auch, desinteressiert und die (im Nachhinein als solche anerkannte) fantastische Arbeit des Lehrers und des Autors, verpuffte im Raum meiner Kindheit. Heute erinnere ich mich allerdings daran, dass ich beim Lesen zwischen Wut über das Desinteresse der Bürokraten dem Protagonisten gegenüber und Lachkrämpfen über die bescheuerte, krampfhafte Lebenseinstellung von Militärs, schwankte. Niemals aber nahm ich an, das Menschen tatsächlich so miteinander umgehen, nur weil es schriftlich irgendwo festgeschrieben steht.
Heute muss ich mir sagen... das was Carl Zuckmayer sich da ausgedacht hat, besteht immernoch als gängige Handhabe.
Lebensunfähige und entscheidungsunfähige, niemals verantwortungsbewusste Menschen, nehmen sich ihren eigenen Vorteil zur Hand, mischen etwas „Gesetzgebung” bei und erhalten einen ganz einfach strukturierten Katalog logischer Schlussfolgerungen, anhand dessen sie ihr Leben fristen und das von anderen kontrollieren können. Somit lässt sich mit einem Gesetzbuch viel mehr innerer Frieden und Antworten auf das „Leben” finden, wie mit einem Klassiker der indischen Tantrik.
Weitere Beispiele lassen sich in der Berechnung von Löhnen finden. Der Gesetzgeber und Machthaber sagt, dass die kontrollierbare Bevölkerung zu ausschweifend gelebt hätte. Jetzt haben wir deshalb eine Krise. Und weil der Bremer Hafenarbeiter lieber sein Wellneshotel in Antalya von seinem alten Gehalt gebaut hat, anstatt es in seiner Gesamtheit dem Afghanistankrieg zu widmen, muss jetzt der Gürtel enger geschnallt werden.
Das sagt jemand, der über dem für die Löhne zuständigen Chef steht und als dieser das hörte, dachte er sich, er muss aktiv werden. Es hagelt Änderungskündigungen. Ob nun der Hafenarbeiter, der zusätzlich Pendler ist und angewiesen auf seinen eigenen PKW, sein Haus seit 15 Jahren abzubezahlen hat, interessiert den Chef nicht. Der muss nämlich sparen, weil das sein Chef aus der Regierung gesagt hat und der wird’s schon wissen.
Jetzt ist es aber so, dass der Chef im Staat eine Sparmaßnahme an den Chef im Betrieb weitergegeben hat und der gibt sie an die Arbeiter weiter. Leider hat er nicht einkalkuliert, dass unser Hafenarbeiter jetzt auch sparen muss. Er spart sich nämlich die Arbeit nach jedem 20sten des Monats, weil er sich den Sprit nicht mehr leisten kann, um bei letzterer zu erscheinen.
Die einzige Eigenverantwortung die hier bewiesen wurde stammte vom Arbeiter, der als kleinstes Zahnrad der Gesellschaft selbstverantwortlich entscheiden musste, nicht mehr zur Arbeit zu kommen, weil selbige ihn nicht mehr ernähren konnte. Und das bei seinem geschätzten Hauptschulabschluss, wo er noch nie etwas von EVA gehört hatte...
Zum gleichen Phänomen kommt es bei der Umwandlung eines großen Betriebes, der sich mit der Behindertenpflege beschäftigt. Selbiger bundesweite Konzern, wurde von einem E.V. (eingetragenen Verein) in eine GmbH umgewandelt. Bei der Umwandlung sind natürlich Haushaltslöcher aufgefallen, die unbedingt gestopft werden mussten. Das führt zum Sparen. Nun wird in diesem Betrieb an den Zuschlägen für die Nachtwache gespart. Die Nachtwachen haben sowieso in Saus und Braus gelebt und das ist eben jetzt die Rechnung. Jetzt heisst der selbe Dienst wie früher, Nachtbereitschaft. Als Bereitschaftsdienstleistender kann man im Wohnheim der Menschen mit Behinderungen schlafen und muss nur dann aktiv einschreiten wenn das nötig ist. Guter Gedanke, da kann man sparen. Leider müssen sich seit dem alle Betreuer der Nachtbereitschaft die Zulage sparen, aber trotzdem die selbe Arbeit machen, denn die epilepsiekranken und schlafgestörten Schutzbefohlenen sparen sich leider ihre, auch nächtlich auftretenden, Probleme nicht.
Meistens gewinnt der Staat und der Chef in diesen Fragen und Entscheidungen. Beide haben Macht , Geld und Repressionen auf ihrer Seite.
Was zeigt das „Leben” nun seinen „Schülern” ? Es zeigt ihnen, dass das „Gesetz” gewinnt und ökologisch potenter ist, als die eigene Verantwortung.
So kommt es dann dazu, dass mir eine Arbeitskollegin erzählen muss, dass sie nach jahrzehntelanger Arbeit arbeitslos wurde und sich von ihrem BAGIS-Sachbearbeiter anhören musste, dass man sie jetzt wieder „in die Gesellschaft integrieren muss und sie deshalb ein Ehrenamt auszufüllen habe”. „Ihre Teamfähigkeit sei anzuzweifeln”. Der lebensweise Sprücheklopfer der Zwangsarbeitsanstalt BAGIS war nicht mal so alt, wie die Beschäftigungsdauer meiner Kollegin lang war.
Man fragt sich nach solchen Tatsachenberichten, die man heutzutage ja schon an jeder Ecke hört, an der Menschen über ihre Lebenssituation reden, wie es dazu kommt, dass die Bagisangestellten so beleidigend werden können, ohne sich in innere Konflikte mit sich selbst zu begeben. Sind das alles Nazis ?
Ich glaube die Antwort ist eben in einer Sache zu suchen, die ich im Titel zum Ausdruck bringen wollte.
Die Pädagogik des Gesetzes. Menschen lernen den Zweifel am eigenen Handeln und bauen den Zweifel am Gesetz (ob nun schriftlich fixiert oder ungeschrieben) ab.
Zum einen kommt das daher, dass sich ein Leben nach Regeln einfacher und gewissenloser führen lässt. Ich habe das „Recht” auf meiner Seite wenn ich auf einen Befehl hinweisen kann. Milgram lässt grüßen.
Für den Gesetzgeber steht zum anderen im Vordergrund seine Schäfchen beisammen zu halten. Untertanen denen man nur einige Zeilen auf den Weg geben muss, damit sie einem die Stiefel lecken und sich dabei selbst noch groß vorkommen, sind die liebsten.
Deutschland lässt grüßen.
Was steht für uns auf dem Spiel wenn uns diese Weltsicht der Hörigkeit weiter egal ist ? Wenn wir sie weiter praktizieren und weiter dulden ? Wir verlieren unseren letzten Rest Zivilisation. Ein Leben ohne Genuss und Freude, Grau in Grau, wie ein Regelkatalog steht uns dann, wo es noch nicht schon sowieso so weit ist, bevor.
Viele Menschen die ich kenne reden die ganze Zeit von ihrem tollen Leben. Sie finden sich und ihre fantastische Art und Weise „klarzukommen” voll super. Ich belächle diese Menschen dann meistens und frage mich im Stillen, wo sie neben Gewichts und Gemütsschwankungen, Depressionen und Schlafstörungen, noch die Zeit zum „klarkommen” hernehmen – alles Symptome einer Sklavengesellschaft, der es eben egal ist, wer sie regiert oder ob sie überhaupt regiert werden sollten.
Gute Nacht.
25.07.2010
Am 17.Juli: Infotisch der FAU auf dem Sommerfest vom Kurzschluss.
Wir sind ab 16.00 Uhr da. Mehr Infos unter:
Kurzschluss Bremen
15.07.2010
Der 1.Mai in Bremen
Dieses Jahr wurde der 1.Mai in Bremen unter anderem wieder auf dem traditionellen Buchtstraßenfest gefeiert, auf dem auch die FAU-Bremen mit einem Bücher- und Infotisch vertreten war.
Bei gutem Wetter und günstigen Getränken wurde
der internationale Kampftag der Arbeiterklasse begangen und Infomaterial zu anarchosyndikalistischen Themen unter das interessierte Publikum gebracht und an einer Stellwand über die basisorganisierten Arbeitskämpfe der Belegschaften des Kinos Babylons in Berlin und des Gesamthafenbetriebsvereins in Bremen und Bremerhaven informiert.
Unterdessen machten einige Genossen einen Ausflug zu den Maifeierlichkeiten des DGB auf der Domsheide und stellten fest, dass neben den üblichen verdächten der zentralistischen Gewerkschaften auch dubiose Parteien, wie die MLPD mit einem Stand vertreten waren.
In den Redebeiträgen wurde in in kämpferisch klingendem Ton über wirtschafltiche und politische Themen referiert.
Dabei wurde natürlich verschwiegen, was bei den zentralistischen Gewerkschaften falsch läuft, wie unter anderem die Ignorierung der zunehmend prekären Arbeitsverhältnisse im Hafen, in dem unter anderem ver.di Funktionäre im Vorstand sitzen. Bis auf den unsinnigen Ausruf einer Besucherin „Deutschland den Deutschen!” passierte auch nicht mehr viel überraschendes, so dass die Genossen frühzeitig wieder in der Buchtstraße waren.
Dort angekommen musste das Straßenfest nach ein paar Stunden aufgrund von Regen unglücklicherweise abgebrochen werden.
Trotzdem war der 1.Mai ein gelungener Tag, auf dem die FAU-Bremen einige Informationen unter die Besucher, des sehr gut besuchten Straßenfestes, bringen konnte.
25.05.2010
Die Nationalisten und ihre dilettantische Kritik am Afghanistaneinsatz
Unter dem Motto „Kein deutsches Blut für fremde Interessen — Bundeswehr Raus aus Afghanistan” versuchen in Delmenhorst vom 8. bis zum 15.Mai
Nationalsozialisten und so genannte „autonome” Nationalisten aktiv die mittlerweile kritische Stimmung bezüglich des Afghanistankriegs innerhalb der Bevölkerung für sich zu vereinnahmen.
Mit einem, nach jetzigem Stand von der Stadt verbotenen, Infotisch und einer weiteren Reihe von Aktionen, die in einer Kundgebung am Samstag den 15.Mai gipfeln, versuchen die so genannten „Nationaldemokraten” aus dem Raum Delmenhorst die seit Januar vorgegebene Linie der Parteiführung umzusetzen und Symphatisanten im Bürgertum zu gewinnen.
Doch was steht hinter der Parole „Kein deutsches Blut für fremde Interessen”? Ist es hingegen akzeptabel, wenn Blut, egal wessen, für „deutsche” Interessen fließt? Stirbt nicht jeder Soldat einen Tod für die verlogenen Interessen der Regierung seines Nationalstaats, ganz abgesehen von den Leiden der Zivilbevölkerung?
Betrachtet man die typische ideologische Argumentation der Nationalisten, so lässt sich deren Kritik am Afghanistaneinsatz leicht als unzureichend und gar dilettantisch entlarven.
In der Ideologie der modernen Nationalsozialisten „verdient” jedes „Volk” seinen eigenen Nationalstaat, in dem es seine eigene Kultur entfalten darf.
Nun hat allerdings schon die Geschichte gezeigt, dass der, der „Staat” sagt, auch Unterdrückung, Gewalt und bevormundung sagen muss, welche sich durch die in jedem Fall vorhandene Machtakkumulation in staatlichen Organen in jedem Fall ergibt und die nur der herrschenden Elite des jeweiligen Staates nützt..
Auch hilft die Existenz von Nationalstaaten in keinem Fall die Kriegsgefahr zu mindern, besonders nicht in Zeiten knapper Rohstoffe im Besitz einiger weniger Staaten ist die Manipulierbarkeit der Bevölkerung durch eine Staatszugehörigkeit besonders hoch, um der Bevölkerung die Notwendigkeit eines Krieges vorzugaukeln.
Als Anarchosyndikalisten sehen wir es NICHT ein, eine Grenze zwischen uns und anderen Lohnabhängigen allein aufgrund ihrer Herkunft zu ziehen und anstelle unserer Solidarität das verlogene Dogma einer „Volksgemeinschaft” zu stellen. Das „Wir” definiert sich für uns immer neu.
Für uns bedeutet ernsthafte Kritik am Afghanistankrieg die komplette Ablehnung des Militarismus und damit einhergehend auch die jedes Staates. Nationalismus und Militarismus hetzen uns nur gegen unsere Brüder und Schwestern auf, die sich in der selben Situation der Lohnabhängigkeit befinden!
Antimilitarismus geht nur antinational!
Grenzenlose Solidarität, statt beschränktem Nationalismus!
15.Mai.2010: Antifa-Demonstration gegen die Kundgebung der „Jungen Nationaldemokraten” auf dem Marktplatz Delmenhorst — 10:00h am Bahnhof
Weiterführende Texte
Rudolf Rocker „Das nationale Einheitsphantom”
Rudolf Rocker „Nationalismus — Eine Gefahrenquelle!”
A. Müller-Lehning „Die IAA und der Kampf gegen Militarismus und Krieg”
Emma Goldmann „Patriotismus — Eine Bedrohung der Freiheit”
Homepage der Antifa Delmenhorst
http://www.antifa-aktion.com/wordpress/
14.05.2010
Am 1.Mai: Infotisch der FAU
auf dem traditionellen Buchtstrassenfest
ab 11.00 Uhr
26.04.2010
„Eine Region trauert”
Gedanken zum Weserkurierartikel :
Bild: aus Weserkurier
In Kundus sind Bundeswehrsoldaten getötet worden.
Wer? Bundeswehrsoldaten? Das ist eine Lüge. Die politische Farce. Da steht ein Verteidigungsminister an Särgen und dankt den Soldaten für ihren Einsatz.
Wer? Ein Verteidigungs- minister? Auch das ist eine Lüge.
Diese ganze Situation ist so verlogen und korrupt, wie es unsere Lebenssituation heute auch ist. Da sind Menschen getötet worden, wie es in dieser bescheuerten Situation unnötiger Weise dauernd passiert.
Was will dieser „Verteidigungsminister” den Eltern der ermordeten sagen? Was will er den Brüdern, Schwestern und Freundinnen sage? Da tanzt dieser Guttenberg vor Särgen herum und lässt sich von Reportern ablichten, die diese unsäglich tragische Farce in die Zeitungen tragen. Wieso sind da Soldaten? Wollen wir uns diese Frage von einem Profiteur des Mordes beantworten lassen, wollen wir wirklich von so einem Guttenberg unser Gewissen zur Nachtruhe betten lassen?
Die Hälfte der Vorstände der Bremer Krankenhäuser hat es entweder mit dem Gesetz zu tun oder sitzt bereits wegen Korruption im Knast – und in einem gigantischen Apparat wie unserer Regierung soll es anders – bzw nicht etwa noch potenziert schlimmer zu gehen?
Komisch, dass die Gemeinde Seedorf nicht um die Menschen trauert, die unter den Kriegshandlungen dort zu leiden hat, wo ihre Brüder aus ihrer Mitte gerissen wurden.
Bild: aus Weserkurier
Sind Soldaten mehr wert als Menschen? Oder Deutsche Bundeswehrsoldaten mehr wert als Zivilisten eines anderen Staates? Oder sind Terroristen die neuen Untermenschen?
Bestehen Soldaten und Terroristen nicht aus dem selben Rohstoff? Sind wir nicht alle Menschen? Und vereint uns das nicht irgendwie? Was uns trennt gilt es zu bekämpfen und nicht unsere Brüder und Schwestern!
Unser Staat zeigt sein Gesicht im Tod von Menschen, die an ihn und seine hehren Ziele glaubten, in der organisierten Armut und der Unterdrückung der Menschen die unter seiner Zwangsherrschaft leiden, das nennt man Hartz4, Minijob, Kurzarbeit, Pisa, Dreck, Dreck, Lüge Korruption!!!
15.04.2010
Neues Buch von Helge Döhring: Generalstreik!
Helge Döhring:
Generalstreik!
Streiktheorien und -diskussionen innerhalb der deutschen Sozialdemokratie vor 1914. Grundlagen zum Generalstreik mit Ausblick
Die Arbeiterbewegung in Deutschland galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als die mächtigste der Welt. Doch warum
wurde der 1.Weltkrieg von ihr nicht durch Streiks unterbunden? Dies Buch stellt die unterschiedlichen politischen und gewerkschaftlichen Strömungen innerhalb der Sozialdemokratie in Deutschland vor, ihre Weltanschauungen und die daraus resultierenden Ansichten zum Streik. Denn die Weichen für den weiteren Weg der Sozialdemokratie und damit letztlich auch für den Verlauf der Weltgeschichte wurden in dieser historischen Phase gestellt. Die Fixierung heutiger Geschichtsbetrachtungen auf den sog. "Massenstreik" als konsequentestes Mittel der Arbeiterschaft und auf die Parteilinke um Rosa Luxemburg als Parteiopposition versucht dieses Buch zu durchbrechen, indem der Einfluß lokalistischer Gewerkschaften auf die Streikdebatte näher beleuchtet wird. Der Generalstreik, so die "Lokalisten", sei geeignet, die Klassenherrschaft generell zu überwinden und eine soziale Revolution einzuläuten. Die Konzeption hinter diesem Modell des sozialen Generalstreiks verdeutlichen zwei bedeutende und hier wieder veröffentlichte Dokumente, verfasst von Raphael Friedeberg ("Parlamentarismus und Generalstreik", 1904) und Arnold Roller ("Der soziale Generalstreik", 1905). In einem Ausblick wird schließlich vorgestellt, welche globalen Perspektiven sich heute nach über 100 Jahren für die Arbeiterschaft bieten.
Siehe auch Verlag Edition AV:
www.edition-av.de»
Blog zum Buch:
generalstreik.blogsport.de»
15.03.2010
Selbstorganisiertes Komitee in Bremen und Bremerhaven gebildet
Selbstorganisiertes Komitee in Bremen und Bremerhaven gebildet
Initiative von Bremerhavener und Bremer Arbeitern gegen Änderungskündigungen führt zu Selbstorganisation und Solidarität
In Bremen und Bremerhaven gibt es den GHBV - Gesamthafenbetriebsverein - der Arbeiter im Hafenbereich beschäftigt. Hier vermuten einige Leser wahrscheinlich den vertrauensheischenden Arbeitgeber von einst aber weit gefehlt : Der GHBV arbeitet auch nicht mehr anders als eine ausbeuterische Zeitarbeitsfirma mit all ihren Tücken und Schlichen, die speziell auf Hafenbetriebe wie BLG die für Tchibo die Logistik übernehmen oder Mercedes und Daimler ausgerichtet ist. So monopolisiert der GHB (-V) und schafft eine große Kapitalakkumulation.
Davon spürten die Arbeiter bis lang allerdings nichts : Im Gegenteil - 2009 hagelte es Änderungskündigungen - Lohndumping von teilweise 13 € auf 9 € für 1110 Menschen alleine aus Bremen.
Am 11 Juli 2009 fand eine Gründungsveranstaltung statt auf der sich die Arbeiter von ihren Kollegen in ein Komittee zur Vertretung ihrer Rechte wählen ließen.
Einer dieser Arbeiter ist Marco Haar. Im Folgenden berichtet ein Interview vom 17 Februar 2010 über seine Erfahrungen mit dem Staat, den Gewerkschaften, der Finanz und der Selbstorganisation... [weiter zum Interview»]
zur Webseite der Initiative "Wir sind der GHB"»
26.02.2010
DGB Weltbild für Sklaven und die die es bleiben wollen
DGB Weltbild für Sklaven und die die es bleiben wollen
Im neuen 2010 Notizkalender des Deutschen Gewerkschaftsbund finden aufmerksame Leser einen interessanten Geschichtsabriss ...
"Rückblick - was wichtig war..." nennt der DGB in seinem für das neue Jahr herausgegebenen Kalender eine Sparte im Anhang.
Es handelt sich um einen Geschichtsabriss, der die, für die DGB-Verantwortlichen wichtigen Daten der Geschichte umfasst.
Am 10. September 1935 geht es um die Nürnberger Gesetze. Es wird zwar von der "Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden" geschrieben, aber das gleiches mit Gewerkschaftern, Widerstandsleistenden, politischen Gegnern, Ziganen, Psychisch und körperlich Behinderten usw passierte ist nicht erwähnt. Für einen Gewerkschaftsbund sollte wenigstens die Erwähnung der vielen Arbeiter wichtig sein, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus im dritten Reich gefallen sind (Die Kämpfer gegen den Faschismus die in Spanien in den internationalen Brigaden z.B. den Tod fanden werden auch nicht erwähnt.)
Am 16. März 1960 hält der DGB die Privatisierung von Volkswagen für wichtig und hebt hervor, dass selbige gegen den Willen der SPD, der Betriebsräte und der Mehrheit der Beschäftigten passiert ist - und ? Was haben die sozialdemokratischen Verräter und der vertrauenserweckende Betriebsrat getan ? Nach oben Loyalität bewiesen und nach Unten getreten - wie immer.
21 Oktober 1985 erscheint Wallraffs "Ganz Unten". Hier schreibt der DGB, es gehe um die "Arbeitsbedingungen von Migranten" und das selbiger Bericht "eine heftige Debatte" auslöste.
Das ist wundervoll und herrlich unnütz, wenn Institutionen wie der DGB und die Parteien daran nichts ändern - wieso sollten sie auch, die Reichen und Herrschenden profitieren ja schließlich von den schlechten Arbeitsbedingungen der Arbeiter - ob Migranten oder nicht.
Eine weitere augenfällige Weglassung findet der Leser, wenn er sich den größten heuchlerischsten Propagandatag des DGB ansieht : den ersten Mai.
1889 wurde durch den Pariser Kongress der II Internationalen beschlossen, dass der erste Mai als Kampftag der Arbeiterklasse gelten soll. Das ging auf die 1886 stattgefundene Hinrichtung von anarchistischen Gewerkschaftern in Chicago zurück und zählte auch zu ihrem Gedenken.
Seit dieser Zeit ist und bleibt der 1. Mai der wichtigste Tag für die kämpfende Arbeiterschaft. Das sieht der DGB anscheinend nicht so. Es ist keine Eintragung zum Maifeiertag vorhanden.
Es geht hier "nur" um 5 Seiten in einem unbedeutenden Notizkalender und schon diese wenigen Zeilen reichen aus um die Schriftführer, ihres Zeichens nach representativ für den DGB, zu entlarven. Es ist von den großen Leistungen des Unternehmers Werner Siemens, von dem "Widerstand" der SPD und der Betriebsräte gegen Privatisierung die Rede und das Werk Wallraffs wird aus dem Kontext gerissen und vereinnahmt. Die kleinen Arbeiter bleiben wie immer auf der Strecke, ihr Widerstand bleibt ungehört, ihr Drang nach echter Emanzipation findet keinen Niederschlag im "Geschichtsunterricht à la DGB".
26.02.2010
Webseite FAU-Bremen zieht um!
Wir ziehen um!
Die Webseite der FAU-Bremen zieht um!
Während dieses Jahres stellt Yahoo ihr Webhosting unter geocities ein.
Wir ziehen deshalb um und sind demnächst unter
zu ereichen.
Der alte Inhalt unter http://www.geocities.com/syndikalist2002/ wird nur noch auf unbestimmte Zeit abrufbar sein.
Die Weiterleitung unterhttp://www.fau-bremen.tk wird aber dann zu der neuen Seite führen.
5.07.2009
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Schon seit einiger Zeit gibt es in Ostfriesland Interesse an der Gründung von FAU-Gruppen vorort. Auf einem Vernetzungstreffen in Bremen am 13. Juni 2009 wurde über die FAU nicht nur intensiv informiert, sondern bei einem guten Frühstück auch weitere Schritte zur Gründung in Aurich und Ammerland besprochen.
Für weitere Interessierte ist die Kontaktaufnahme möglich über die FAU in Bremen: fauhb -ät- fau.org
Join the union!