Webseite FAU-Bremen ist umgezogen! (schon wieder)
Wir sind umgezogen!
Unser letzter Webhoster Zymic hatte seit Ende Juni technische Probleme, so war seit dem unsere Webseite unter http://fau-bremen.uuuq.com nicht mehr ereichbar!
Da die Probleme anscheinend seit dem immer noch nicht gelößt worden sind, haben wir uns entschlossen einen neuen Webhoster zu nutzen.
Wir sind deshalb ab sofort unter
zu ereichen.
Die Weiterleitung unterhttp://www.fau-bremen.tk wird immer zu der aktuellen Seite führen.
Seit dem haben einige Texte auf die Veröffentlichung gewartet. Sie sind jetzt unten zu finden.
Ada
25.07.2009
"Wie die Schweine"
Kapitalisten zeigen ihr wahres Gesicht
Die Wirtschaftszeitung "Wirtschaftswoche" startete vor einigen Tagen eine Werbeaktion mit Postkarten, die darauf hinwiesen, dass das kulturlose Schundblatt 4 Wochen gratis zu beziehen ist.
Fairer Weise endet das Abo automatisch – Wer's glaubt...
Nun befand sich einige bunte und interessante Aufmachung auf der Karte, um zu versuchen darüber hinwegzutäuschen, dass die "WiWo" eigentlich ein synthetischer Bedarf ist und ihr Bezug keinen konkreten Nutzen für den Käufer hat.
Dieses Täuschungsmanöver fiel allerdings unüblich authentisch aus.
Die Kapitalisten ließen den kleinen Designer, der für sie die Drecksarbeit am Computer machen darf, einen Eberkopf als Trophäe für das Cover benutzen. Daneben steht im Kolonialstil auf einer Messingplakette eingraviert "Konkurrenz Kampfkeiler". Der kapital(istisch)e Keiler drückt auch für uns vorstellbar aus, was Kapitalisten und ihre Zuspieler eigentlich sind – Schweine die sich im Dreck von Geld, Korruption, Staat und Macht balgen, grunzend in ihrer eigenen Mist stampfen und stumpf alles an blühender Kultur zunichte trampeln, was sich andere in ihrem Sinn für ein glückliches menschliches und freies Leben erarbeitet haben.
Das Bild des Kapitalisten der "etwas aus sich gemacht" hat, der da glänzend in der Sonne seines Vorgartens steht und einen Anzug trägt, ist ja gänzlich falsch – seinen Methoden und Manieren seinen "Untergebenen" gegenüber ist eher daraufzuschließen, dass ein Fell und verbogene Zähne ehrlicher wären. Selbst die letzte Sklavenseele des Planeten würde anhand dieses visuellen Signals schnell erkennen, um wen es sich hier handelt. Um den "Konkurrenz Kampfkeiler" der in umsichtiger Manier den ganzen Erdball vollscheißt und zertrampelt, keine Rücksicht kennt vor der Kultur der Menschen und nur seine Kapitalakkumulation im schweinischen Sinne hat.
Allerdings ist uns ein weiterer Fauxpas des Drecksblattes nicht unverborgen geblieben:
Der Werbespruch des Schundzettels lautete "Nichts ist spannender als Wirtschaft" – Eine Zeitung deren Inhalt also so uninteressant ist, dass sogar das "Nichts" spannender ist – man erinnere sich an den Film mit dem Jungen und dem geplatzten Golden Retriever ("Die unendliche Geschichte"), also da gab es ja auch so eine Gegend. Wenn ich mich recht erinnere lebten dort eine verbiesterte Miezekatze und eine vollgeschleimte Schildkröte, die den armen Jungen essen wollten. Nun da können wir uns gut vorstellen, dass sich da so ein waschechter ungewaschener "Konkurrenz Kampfkeiler" wohlfühlt. Im Nichts. Wo er hingehört.
Von Marcel Faust.
25.07.2010
Pädagogik des Gesetzes
Als ich ein Schüler der Orientierungsstufe eines kirchlich privaten Gymnasiums wurde, sollten wir mit einer Sache konfrontiert werden, die EVA hieß.
Damit meinten die Lehrkräfte Eigen Verantwortliches Arbeiten. Als sehr fortschrittlich und pädagogisch wertvoll angepriesen, erwies sich diese Eigenverantwortung als heiße Luft. Wirkliche Eigenverantwortung kann unmöglich umgesetzt werden, wenn der durch Leistungskontrollen gegebene Rahmen der selbe wie zu Zeiten des „Frontalunterrichts” ist. Die vom Lehrer vorgegebene Bahn der „Selbstverantwortung”” erwies sich in meiner Erinnerung in jedem Fach als Widerspruch zu meiner Auslegung des Wortes „Eigen”.
Zum Beispiel wies mir der Kunstunterricht einige Aufgaben zu, deren Erfüllung ich verantwortungsbewusst hätte bis zum Letzten Zweifel vertreten können – allerdings nicht gegen die persönlichen Vorstellungen eines Lehrers. Die Autorität waltete nach wie vor.
Dieser Zwang krampfhaft eigenes Erarbeiten der Lerninhalte durchzukämpfen, obwohl es gar nicht für die Schüler ersichtlich war, wo denn nun der eigene Anteil am Ende war, begleitete mich noch bis zum Abschluss. Bis in eine Zeit hinein, in der die deutsche Universitätskultur die tatsächlich noch Reste freien und eigenverantwortlich umsetzbaren Raumes inne hatte, zu einem Bachelor und Mastersystem gemacht wurde. Obwohl die Studenten und Schüler total eigenverantwortlich dagegen protestierten...
Damals lasen wir – angeregt durch einen lebensfrohen und offenherzigen Deutschlehrer – den Hauptmann von Köpenick.
In diesem Stück wird dem Preußentum und dem aufkommenden Militarismus und Nationalismus die glorreiche Fassade genommen und in seiner tatsächlichen Lächerlichkeit und Realitätsferne dargestellt. Es geht dabei um die Bloßstellung der Bürokratie, als Organisationsform einer Gesellschaft, die die Bedürfnisse selbiger unmöglich erfüllen kann, wenn nach ihren Gesetzmäßigkeiten gehandelt wird.
Nun ja ich las das Buch, wie viele andere auch, desinteressiert und die (im Nachhinein als solche anerkannte) fantastische Arbeit des Lehrers und des Autors, verpuffte im Raum meiner Kindheit. Heute erinnere ich mich allerdings daran, dass ich beim Lesen zwischen Wut über das Desinteresse der Bürokraten dem Protagonisten gegenüber und Lachkrämpfen über die bescheuerte, krampfhafte Lebenseinstellung von Militärs, schwankte. Niemals aber nahm ich an, das Menschen tatsächlich so miteinander umgehen, nur weil es schriftlich irgendwo festgeschrieben steht.
Heute muss ich mir sagen... das was Carl Zuckmayer sich da ausgedacht hat, besteht immernoch als gängige Handhabe.
Lebensunfähige und entscheidungsunfähige, niemals verantwortungsbewusste Menschen, nehmen sich ihren eigenen Vorteil zur Hand, mischen etwas „Gesetzgebung” bei und erhalten einen ganz einfach strukturierten Katalog logischer Schlussfolgerungen, anhand dessen sie ihr Leben fristen und das von anderen kontrollieren können. Somit lässt sich mit einem Gesetzbuch viel mehr innerer Frieden und Antworten auf das „Leben” finden, wie mit einem Klassiker der indischen Tantrik.
Weitere Beispiele lassen sich in der Berechnung von Löhnen finden. Der Gesetzgeber und Machthaber sagt, dass die kontrollierbare Bevölkerung zu ausschweifend gelebt hätte. Jetzt haben wir deshalb eine Krise. Und weil der Bremer Hafenarbeiter lieber sein Wellneshotel in Antalya von seinem alten Gehalt gebaut hat, anstatt es in seiner Gesamtheit dem Afghanistankrieg zu widmen, muss jetzt der Gürtel enger geschnallt werden.
Das sagt jemand, der über dem für die Löhne zuständigen Chef steht und als dieser das hörte, dachte er sich, er muss aktiv werden. Es hagelt Änderungskündigungen. Ob nun der Hafenarbeiter, der zusätzlich Pendler ist und angewiesen auf seinen eigenen PKW, sein Haus seit 15 Jahren abzubezahlen hat, interessiert den Chef nicht. Der muss nämlich sparen, weil das sein Chef aus der Regierung gesagt hat und der wird’s schon wissen.
Jetzt ist es aber so, dass der Chef im Staat eine Sparmaßnahme an den Chef im Betrieb weitergegeben hat und der gibt sie an die Arbeiter weiter. Leider hat er nicht einkalkuliert, dass unser Hafenarbeiter jetzt auch sparen muss. Er spart sich nämlich die Arbeit nach jedem 20sten des Monats, weil er sich den Sprit nicht mehr leisten kann, um bei letzterer zu erscheinen.
Die einzige Eigenverantwortung die hier bewiesen wurde stammte vom Arbeiter, der als kleinstes Zahnrad der Gesellschaft selbstverantwortlich entscheiden musste, nicht mehr zur Arbeit zu kommen, weil selbige ihn nicht mehr ernähren konnte. Und das bei seinem geschätzten Hauptschulabschluss, wo er noch nie etwas von EVA gehört hatte...
Zum gleichen Phänomen kommt es bei der Umwandlung eines großen Betriebes, der sich mit der Behindertenpflege beschäftigt. Selbiger bundesweite Konzern, wurde von einem E.V. (eingetragenen Verein) in eine GmbH umgewandelt. Bei der Umwandlung sind natürlich Haushaltslöcher aufgefallen, die unbedingt gestopft werden mussten. Das führt zum Sparen. Nun wird in diesem Betrieb an den Zuschlägen für die Nachtwache gespart. Die Nachtwachen haben sowieso in Saus und Braus gelebt und das ist eben jetzt die Rechnung. Jetzt heisst der selbe Dienst wie früher, Nachtbereitschaft. Als Bereitschaftsdienstleistender kann man im Wohnheim der Menschen mit Behinderungen schlafen und muss nur dann aktiv einschreiten wenn das nötig ist. Guter Gedanke, da kann man sparen. Leider müssen sich seit dem alle Betreuer der Nachtbereitschaft die Zulage sparen, aber trotzdem die selbe Arbeit machen, denn die epilepsiekranken und schlafgestörten Schutzbefohlenen sparen sich leider ihre, auch nächtlich auftretenden, Probleme nicht.
Meistens gewinnt der Staat und der Chef in diesen Fragen und Entscheidungen. Beide haben Macht , Geld und Repressionen auf ihrer Seite.
Was zeigt das „Leben” nun seinen „Schülern” ? Es zeigt ihnen, dass das „Gesetz” gewinnt und ökologisch potenter ist, als die eigene Verantwortung.
So kommt es dann dazu, dass mir eine Arbeitskollegin erzählen muss, dass sie nach jahrzehntelanger Arbeit arbeitslos wurde und sich von ihrem BAGIS-Sachbearbeiter anhören musste, dass man sie jetzt wieder „in die Gesellschaft integrieren muss und sie deshalb ein Ehrenamt auszufüllen habe”. „Ihre Teamfähigkeit sei anzuzweifeln”. Der lebensweise Sprücheklopfer der Zwangsarbeitsanstalt BAGIS war nicht mal so alt, wie die Beschäftigungsdauer meiner Kollegin lang war.
Man fragt sich nach solchen Tatsachenberichten, die man heutzutage ja schon an jeder Ecke hört, an der Menschen über ihre Lebenssituation reden, wie es dazu kommt, dass die Bagisangestellten so beleidigend werden können, ohne sich in innere Konflikte mit sich selbst zu begeben. Sind das alles Nazis ?
Ich glaube die Antwort ist eben in einer Sache zu suchen, die ich im Titel zum Ausdruck bringen wollte.
Die Pädagogik des Gesetzes. Menschen lernen den Zweifel am eigenen Handeln und bauen den Zweifel am Gesetz (ob nun schriftlich fixiert oder ungeschrieben) ab.
Zum einen kommt das daher, dass sich ein Leben nach Regeln einfacher und gewissenloser führen lässt. Ich habe das „Recht” auf meiner Seite wenn ich auf einen Befehl hinweisen kann. Milgram lässt grüßen.
Für den Gesetzgeber steht zum anderen im Vordergrund seine Schäfchen beisammen zu halten. Untertanen denen man nur einige Zeilen auf den Weg geben muss, damit sie einem die Stiefel lecken und sich dabei selbst noch groß vorkommen, sind die liebsten.
Deutschland lässt grüßen.
Was steht für uns auf dem Spiel wenn uns diese Weltsicht der Hörigkeit weiter egal ist ? Wenn wir sie weiter praktizieren und weiter dulden ? Wir verlieren unseren letzten Rest Zivilisation. Ein Leben ohne Genuss und Freude, Grau in Grau, wie ein Regelkatalog steht uns dann, wo es noch nicht schon sowieso so weit ist, bevor.
Viele Menschen die ich kenne reden die ganze Zeit von ihrem tollen Leben. Sie finden sich und ihre fantastische Art und Weise „klarzukommen” voll super. Ich belächle diese Menschen dann meistens und frage mich im Stillen, wo sie neben Gewichts und Gemütsschwankungen, Depressionen und Schlafstörungen, noch die Zeit zum „klarkommen” hernehmen – alles Symptome einer Sklavengesellschaft, der es eben egal ist, wer sie regiert oder ob sie überhaupt regiert werden sollten.
Gute Nacht.
Ein Bericht von Marcel Faust.
25.07.2010
Der 1.Mai in Bremen
Dieses Jahr wurde der 1.Mai in Bremen unter anderem wieder auf dem traditionellen Buchtstraßenfest gefeiert, auf dem auch die FAU-Bremen mit einem Bücher- und Infotisch vertreten war.
Bei gutem Wetter und günstigen Getränken wurde
der internationale Kampftag der Arbeiterklasse begangen und Infomaterial zu anarchosyndikalistischen Themen unter das interessierte Publikum gebracht und an einer Stellwand über die basisorganisierten Arbeitskämpfe der Belegschaften des Kinos Babylons in Berlin und des Gesamthafenbetriebsvereins in Bremen und Bremerhaven informiert.
Unterdessen machten einige Genossen einen Ausflug zu den Maifeierlichkeiten des DGB auf der Domsheide und stellten fest, dass neben den üblichen verdächten der zentralistischen Gewerkschaften auch dubiose Parteien, wie die MLPD mit einem Stand vertreten waren.
In den Redebeiträgen wurde in in kämpferisch klingendem Ton über wirtschafltiche und politische Themen referiert.
Dabei wurde natürlich verschwiegen, was bei den zentralistischen Gewerkschaften falsch läuft, wie unter anderem die Ignorierung der zunehmend prekären Arbeitsverhältnisse im Hafen, in dem unter anderem ver.di Funktionäre im Vorstand sitzen. Bis auf den unsinnigen Ausruf einer Besucherin „Deutschland den Deutschen!” passierte auch nicht mehr viel überraschendes, so dass die Genossen frühzeitig wieder in der Buchtstraße waren.
Dort angekommen musste das Straßenfest nach ein paar Stunden aufgrund von Regen unglücklicherweise abgebrochen werden.
Trotzdem war der 1.Mai ein gelungener Tag, auf dem die FAU-Bremen einige Informationen unter die Besucher, des sehr gut besuchten Straßenfestes, bringen konnte.
25.05.2010
Die Nationalisten und ihre dilettantische Kritik am Afghanistaneinsatz
Unter dem Motto „Kein deutsches Blut für fremde Interessen — Bundeswehr Raus aus Afghanistan” versuchen in Delmenhorst vom 8. bis zum 15.Mai
Nationalsozialisten und so genannte „autonome” Nationalisten aktiv die mittlerweile kritische Stimmung bezüglich des Afghanistankriegs innerhalb der Bevölkerung für sich zu vereinnahmen.
Mit einem, nach jetzigem Stand von der Stadt verbotenen, Infotisch und einer weiteren Reihe von Aktionen, die in einer Kundgebung am Samstag den 15.Mai gipfeln, versuchen die so genannten „Nationaldemokraten” aus dem Raum Delmenhorst die seit Januar vorgegebene Linie der Parteiführung umzusetzen und Symphatisanten im Bürgertum zu gewinnen.
Doch was steht hinter der Parole „Kein deutsches Blut für fremde Interessen”? Ist es hingegen akzeptabel, wenn Blut, egal wessen, für „deutsche” Interessen fließt? Stirbt nicht jeder Soldat einen Tod für die verlogenen Interessen der Regierung seines Nationalstaats, ganz abgesehen von den Leiden der Zivilbevölkerung?
Betrachtet man die typische ideologische Argumentation der Nationalisten, so lässt sich deren Kritik am Afghanistaneinsatz leicht als unzureichend und gar dilettantisch entlarven.
In der Ideologie der modernen Nationalsozialisten „verdient” jedes „Volk” seinen eigenen Nationalstaat, in dem es seine eigene Kultur entfalten darf.
Nun hat allerdings schon die Geschichte gezeigt, dass der, der „Staat” sagt, auch Unterdrückung, Gewalt und bevormundung sagen muss, welche sich durch die in jedem Fall vorhandene Machtakkumulation in staatlichen Organen in jedem Fall ergibt und die nur der herrschenden Elite des jeweiligen Staates nützt..
Auch hilft die Existenz von Nationalstaaten in keinem Fall die Kriegsgefahr zu mindern, besonders nicht in Zeiten knapper Rohstoffe im Besitz einiger weniger Staaten ist die Manipulierbarkeit der Bevölkerung durch eine Staatszugehörigkeit besonders hoch, um der Bevölkerung die Notwendigkeit eines Krieges vorzugaukeln.
Als Anarchosyndikalisten sehen wir es NICHT ein, eine Grenze zwischen uns und anderen Lohnabhängigen allein aufgrund ihrer Herkunft zu ziehen und anstelle unserer Solidarität das verlogene Dogma einer „Volksgemeinschaft” zu stellen. Das „Wir” definiert sich für uns immer neu.
Für uns bedeutet ernsthafte Kritik am Afghanistankrieg die komplette Ablehnung des Militarismus und damit einhergehend auch die jedes Staates. Nationalismus und Militarismus hetzen uns nur gegen unsere Brüder und Schwestern auf, die sich in der selben Situation der Lohnabhängigkeit befinden!
Antimilitarismus geht nur antinational!
Grenzenlose Solidarität, statt beschränktem Nationalismus!
15.Mai.2010: Antifa-Demonstration gegen die Kundgebung der „Jungen Nationaldemokraten” auf dem Marktplatz Delmenhorst — 10:00h am Bahnhof
Weiterführende Texte
Rudolf Rocker „Das nationale Einheitsphantom”
Rudolf Rocker „Nationalismus — Eine Gefahrenquelle!”
A. Müller-Lehning „Die IAA und der Kampf gegen Militarismus und Krieg”
Emma Goldmann „Patriotismus — Eine Bedrohung der Freiheit”
Homepage der Antifa Delmenhorst
http://www.antifa-aktion.com/wordpress/
14.05.2010
Am 1.Mai: Infotisch der FAU
auf dem traditionellen Buchtstrassenfest
ab 11.00 Uhr
26.04.2010
„Eine Region trauert”
Gedanken zum Weserkurierartikel :
Bild: aus Weserkurier
In Kundus sind Bundeswehrsoldaten getötet worden.
Wer? Bundeswehrsoldaten? Das ist eine Lüge. Die politische Farce. Da steht ein Verteidigungsminister an Särgen und dankt den Soldaten für ihren Einsatz.
Wer? Ein Verteidigungs- minister? Auch das ist eine Lüge.
Diese ganze Situation ist so verlogen und korrupt, wie es unsere Lebenssituation heute auch ist. Da sind Menschen getötet worden, wie es in dieser bescheuerten Situation unnötiger Weise dauernd passiert.
Was will dieser „Verteidigungsminister” den Eltern der ermordeten sagen? Was will er den Brüdern, Schwestern und Freundinnen sage? Da tanzt dieser Guttenberg vor Särgen herum und lässt sich von Reportern ablichten, die diese unsäglich tragische Farce in die Zeitungen tragen. Wieso sind da Soldaten? Wollen wir uns diese Frage von einem Profiteur des Mordes beantworten lassen, wollen wir wirklich von so einem Guttenberg unser Gewissen zur Nachtruhe betten lassen?
Die Hälfte der Vorstände der Bremer Krankenhäuser hat es entweder mit dem Gesetz zu tun oder sitzt bereits wegen Korruption im Knast – und in einem gigantischen Apparat wie unserer Regierung soll es anders – bzw nicht etwa noch potenziert schlimmer zu gehen?
Komisch, dass die Gemeinde Seedorf nicht um die Menschen trauert, die unter den Kriegshandlungen dort zu leiden hat, wo ihre Brüder aus ihrer Mitte gerissen wurden.
Bild: aus Weserkurier
Sind Soldaten mehr wert als Menschen? Oder Deutsche Bundeswehrsoldaten mehr wert als Zivilisten eines anderen Staates? Oder sind Terroristen die neuen Untermenschen?
Bestehen Soldaten und Terroristen nicht aus dem selben Rohstoff? Sind wir nicht alle Menschen? Und vereint uns das nicht irgendwie? Was uns trennt gilt es zu bekämpfen und nicht unsere Brüder und Schwestern!
Unser Staat zeigt sein Gesicht im Tod von Menschen, die an ihn und seine hehren Ziele glaubten, in der organisierten Armut und der Unterdrückung der Menschen die unter seiner Zwangsherrschaft leiden, das nennt man Hartz4, Minijob, Kurzarbeit, Pisa, Dreck, Dreck, Lüge Korruption!!!
15.04.2010
Neues Buch von Helge Döhring: Generalstreik!
Helge Döhring:
Generalstreik!
Streiktheorien und -diskussionen innerhalb der deutschen Sozialdemokratie vor 1914. Grundlagen zum Generalstreik mit Ausblick
Die Arbeiterbewegung in Deutschland galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als die mächtigste der Welt. Doch warum
wurde der 1.Weltkrieg von ihr nicht durch Streiks unterbunden? Dies Buch stellt die unterschiedlichen politischen und gewerkschaftlichen Strömungen innerhalb der Sozialdemokratie in Deutschland vor, ihre Weltanschauungen und die daraus resultierenden Ansichten zum Streik. Denn die Weichen für den weiteren Weg der Sozialdemokratie und damit letztlich auch für den Verlauf der Weltgeschichte wurden in dieser historischen Phase gestellt. Die Fixierung heutiger Geschichtsbetrachtungen auf den sog. "Massenstreik" als konsequentestes Mittel der Arbeiterschaft und auf die Parteilinke um Rosa Luxemburg als Parteiopposition versucht dieses Buch zu durchbrechen, indem der Einfluß lokalistischer Gewerkschaften auf die Streikdebatte näher beleuchtet wird. Der Generalstreik, so die "Lokalisten", sei geeignet, die Klassenherrschaft generell zu überwinden und eine soziale Revolution einzuläuten. Die Konzeption hinter diesem Modell des sozialen Generalstreiks verdeutlichen zwei bedeutende und hier wieder veröffentlichte Dokumente, verfasst von Raphael Friedeberg ("Parlamentarismus und Generalstreik", 1904) und Arnold Roller ("Der soziale Generalstreik", 1905). In einem Ausblick wird schließlich vorgestellt, welche globalen Perspektiven sich heute nach über 100 Jahren für die Arbeiterschaft bieten.
Siehe auch Verlag Edition AV:
www.edition-av.de»
Blog zum Buch:
generalstreik.blogsport.de»
15.03.2010
Selbstorganisiertes Komitee in Bremen und Bremerhaven gebildet
Selbstorganisiertes Komitee in Bremen und Bremerhaven gebildet
Initiative von Bremerhavener und Bremer Arbeitern gegen Änderungskündigungen führt zu Selbstorganisation und Solidarität
In Bremen und Bremerhaven gibt es den GHBV - Gesamthafenbetriebsverein - der Arbeiter im Hafenbereich beschäftigt. Hier vermuten einige Leser wahrscheinlich den vertrauensheischenden Arbeitgeber von einst aber weit gefehlt : Der GHBV arbeitet auch nicht mehr anders als eine ausbeuterische Zeitarbeitsfirma mit all ihren Tücken und Schlichen, die speziell auf Hafenbetriebe wie BLG die für Tchibo die Logistik übernehmen oder Mercedes und Daimler ausgerichtet ist. So monopolisiert der GHB (-V) und schafft eine große Kapitalakkumulation.
Davon spürten die Arbeiter bis lang allerdings nichts : Im Gegenteil - 2009 hagelte es Änderungskündigungen - Lohndumping von teilweise 13 € auf 9 € für 1110 Menschen alleine aus Bremen.
Am 11 Juli 2009 fand eine Gründungsveranstaltung statt auf der sich die Arbeiter von ihren Kollegen in ein Komittee zur Vertretung ihrer Rechte wählen ließen.
Einer dieser Arbeiter ist Marco Haar. Im Folgenden berichtet ein Interview vom 17 Februar 2010 über seine Erfahrungen mit dem Staat, den Gewerkschaften, der Finanz und der Selbstorganisation... [weiter zum Interview»]
zur Webseite der Initiative "Wir sind der GHB"»
26.02.2010
DGB Weltbild für Sklaven und die die es bleiben wollen
DGB Weltbild für Sklaven und die die es bleiben wollen
Im neuen 2010 Notizkalender des Deutschen Gewerkschaftsbund finden aufmerksame Leser einen interessanten Geschichtsabriss ...
"Rückblick - was wichtig war..." nennt der DGB in seinem für das neue Jahr herausgegebenen Kalender eine Sparte im Anhang.
Es handelt sich um einen Geschichtsabriss, der die, für die DGB-Verantwortlichen wichtigen Daten der Geschichte umfasst.
Am 10. September 1935 geht es um die Nürnberger Gesetze. Es wird zwar von der "Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden" geschrieben, aber das gleiches mit Gewerkschaftern, Widerstandsleistenden, politischen Gegnern, Ziganen, Psychisch und körperlich Behinderten usw passierte ist nicht erwähnt. Für einen Gewerkschaftsbund sollte wenigstens die Erwähnung der vielen Arbeiter wichtig sein, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus im dritten Reich gefallen sind (Die Kämpfer gegen den Faschismus die in Spanien in den internationalen Brigaden z.B. den Tod fanden werden auch nicht erwähnt.)
Am 16. März 1960 hält der DGB die Privatisierung von Volkswagen für wichtig und hebt hervor, dass selbige gegen den Willen der SPD, der Betriebsräte und der Mehrheit der Beschäftigten passiert ist - und ? Was haben die sozialdemokratischen Verräter und der vertrauenserweckende Betriebsrat getan ? Nach oben Loyalität bewiesen und nach Unten getreten - wie immer.
21 Oktober 1985 erscheint Wallraffs "Ganz Unten". Hier schreibt der DGB, es gehe um die "Arbeitsbedingungen von Migranten" und das selbiger Bericht "eine heftige Debatte" auslöste.
Das ist wundervoll und herrlich unnütz, wenn Institutionen wie der DGB und die Parteien daran nichts ändern - wieso sollten sie auch, die Reichen und Herrschenden profitieren ja schließlich von den schlechten Arbeitsbedingungen der Arbeiter - ob Migranten oder nicht.
Eine weitere augenfällige Weglassung findet der Leser, wenn er sich den größten heuchlerischsten Propagandatag des DGB ansieht : den ersten Mai.
1889 wurde durch den Pariser Kongress der II Internationalen beschlossen, dass der erste Mai als Kampftag der Arbeiterklasse gelten soll. Das ging auf die 1886 stattgefundene Hinrichtung von anarchistischen Gewerkschaftern in Chicago zurück und zählte auch zu ihrem Gedenken.
Seit dieser Zeit ist und bleibt der 1. Mai der wichtigste Tag für die kämpfende Arbeiterschaft. Das sieht der DGB anscheinend nicht so. Es ist keine Eintragung zum Maifeiertag vorhanden.
Es geht hier "nur" um 5 Seiten in einem unbedeutenden Notizkalender und schon diese wenigen Zeilen reichen aus um die Schriftführer, ihres Zeichens nach representativ für den DGB, zu entlarven. Es ist von den großen Leistungen des Unternehmers Werner Siemens, von dem "Widerstand" der SPD und der Betriebsräte gegen Privatisierung die Rede und das Werk Wallraffs wird aus dem Kontext gerissen und vereinnahmt. Die kleinen Arbeiter bleiben wie immer auf der Strecke, ihr Widerstand bleibt ungehört, ihr Drang nach echter Emanzipation findet keinen Niederschlag im "Geschichtsunterricht à la DGB".
von Marcel Faust
26.02.2010
Webseite FAU-Bremen zieht um!
Wir ziehen um!
Die Webseite der FAU-Bremen zieht um!
Während dieses Jahres stellt Yahoo ihr Webhosting unter geocities ein.
Wir ziehen deshalb um und sind demnächst unter
zu ereichen.
Der alte Inhalt unter http://www.geocities.com/syndikalist2002/ wird nur noch auf unbestimmte Zeit abrufbar sein.
Die Weiterleitung unterhttp://www.fau-bremen.tk wird aber dann zu der neuen Seite führen.
5.07.2009
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Schon seit einiger Zeit gibt es in Ostfriesland Interesse an der Gründung von FAU-Gruppen vorort. Auf einem Vernetzungstreffen in Bremen am 13. Juni 2009 wurde über die FAU nicht nur intensiv informiert, sondern bei einem guten Frühstück auch weitere Schritte zur Gründung in Aurich und Ammerland besprochen.
Für weitere Interessierte ist die Kontaktaufnahme möglich über die FAU in Bremen: fauhb -ät- fau.org
Join the union!
Alles neu macht der Mai!
Alles neu macht der Mai!
Die Webseite der FAU-Bremen wurde umgestaltet.
Wir hoffen sie für Euch in einem durchgehenden, luftigem Aussehen gehalten zu haben. Die Seite ist natürlich weiterhin barrierefrei und braucht auch kein Java-Script! Außerdem wurde sie entrümpelt und sollte schneller zu laden sein.
Allerdings ist der Umbau noch nicht abgeschlossen. Sollte es Probleme geben oder Euch Fehler auffallen, so meldet Euch bitte. Mail an fauhb5 -ät- fau.org
27.04.2009



