Die Anarchosyndikalistische Jugend (ASJ) stellt sich vor
In letzter Zeit machen sich in Deutschland wieder vermehrt die Gründungen
anarchosyndikalistischer Jugendgruppen bemerkbar, und mit der ASJ Hamburg gründet sich am 21.1
eine weitere Ortsgruppe.
Die Jugendgruppen verstehen sich als Kultur- und Kampforganisationen
nach gesellschaftlicher Selbstverwaltung strebender Jugendlicher.
Doch wie setzen sie Prinzipien des Anarchosyndikalismus, wie Basisorganisation und
Hierarchielosigkeit, in ihrer
Organisationsstruktur um und was bedeuten diese für ihre Praxis als gewerkschaftliche
Jugendorganisation?
Um diesen Fragen Antworten folgen zu lassen, sind einige ReferentInnen der ASJ Berlin Ende
Januar auf einer Vortragsreise
durch Norddeutschland und legen ebenfalls einen Halt in Bremen ein. Teil des Vortragsabends
wird außerdem die von der ASJ
Berlin ausgerufene Kampagne "Jung und billig Gegen Ausbeutung im Minijob!" sein.
20.1.12 - 19.00 Uhr - Kurzschluss (Lahnstraße 16)
Homepage der ASJ Berlin | Homepage der Kampagne
09.01.2012
Veranstaltungsreihe: Gewerkschaft - Das geht auch anders!
16.09.2011
Buchvorstellung: Erich Mühsams Tagebücher (1910-1924)
Nächsten Freitag den 16.9 findet um 19Uhr in der Villa Ichon die Vorstellung der Tagebücher
Erich Mühsams statt. In diesen Tagebüchern schrieb Mühsam 15 Jahre seines Lebens
nieder und blieb dabei auch sich selbst gegenüber kritisch.
Zu Gast an diesem Abend ist ebenfalls der Herausgeber der Tagebücher, die in insgesamt 15 Bänden erscheinen sollen,
Chris Hirte.
Für alle vorab Interessierten gibts es einige der Tagebücher bereits auf
einer Sonderseite des
Verbrecher Verlags frei zum Stöbern und Lesen.
Erich Mühsam war einer der bekanntesten deutschen Anarchisten und Autoren, der neben
seinem Leben unter
anderem auch seine Erfahrungen aus der Zeit der bayrischen Räterepublik, an welcher er
selbst
mitwirkte, festhielt (siehe: Von Eisner bis Levinè - Die Entstehung und Niederlage der
bayrischen Räterepublik. Ein Bericht)
Weitere Informationen auf
Planlos Bremen
08.09.2011

24.08.2011
Privatverleger beansprucht die Werke Rudolf Rockers für sich alleine
Vor einiger Zeit erreichte die Genossen des des Bremer Instituts für Syndikalismusforschung eine Unterlassungserklärung, in der sie unter Strafe aufgefordert wurden die bisher frei zugänglichen Schriften und Werke des bekannten Anarchosyndikalisten Rudolf Rocker nicht mehr anzubieten. ähnlich ging es anderen Seitenbetreibern, die Rockers Schriften verbreiteten.
Scheinbar sind die Unterlassungserklärungen von dem bisherigen Rechteinhaber Heiner Becker ausgegangen, der ganz kleinbürgerlich keinen Kontakt zum Institut für Syndikalismusforschung herstellte, sondern, laut der offiziellen Erklärung des Instituts, die Staatsanwaltschaft einschaltete, was schon für sich spricht.
Wir, die Freie ArbeiterInnen Union Bremen, erklären uns mit den Betroffenen dieser Abmahnwelle solidarisch. Außerdem wollen wir im folgenden mit der Verbreitung der offiziellen Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung und einem Verweis auf die Sonderseite des Blogs des Instituts zum Aufbau von Öffentlichkeit in dieser Angelegenheit sorgen.
Erklärung des Instituts für Syndikalismusfoschung
Durch eigene ehrenamtliche Fleißarbeit und die Zuarbeit von solidarischen Historikern und Forschern haben wir seit 2007 eine umfangreiche und stets wachsende Datenbank zur Geschichte der deutschsprachigen syndikalistischen Bewegung aufgebaut - www.syndikalismusforschung.info. Das Institut unterhält dabei weltweit fruchtbare Korrespondenzen mit zahlreichen Historikern, Publizisten und Forschungseinrichtungen.
Jedoch gibt es nicht nur solidarische Forscher. Am 1. Juni 2011 sind alle Texte des bedeutendsten anarcho-syndikalistischen Denkers, Rudolf Rocker (1873-1958), aus unserer Datenbank entfernt worden.
Ein gewisser Heiner Becker erhebt ausschließlichen Anspruch auf alle Rechte am literarischen Werk Rudolf Rockers. Leider hat er sich nicht selbst mit uns in Verbindung gesetzt, sondern dies der Staatsanwaltschaft Münster und einem Rechtsanwaltsbüro übertragen.
Wir sind der Unterlassungsaufforderung nachgekommen, denn es liegt nicht in unserer Absicht, den Geldbeutel eines Kleingeistes zu bedienen - wozu wir anderenfalls gezwungen wären.
Allerdings halten wir Heiner Beckers Vorgehen für unwürdig und inakzeptabel. Wir haben kein Verständnis dafür, dass das literarische Werk Rudolf Rockers durch Besitzansprüche eines Einzelnen der öffentlichkeit vorenthalten werden soll.
Wir halten es für einen Skandal, dass dieser sog. "Rechteinhaber" es seit 1999 nicht fertig bringt, auch nur ein einziges Buch Rudolf Rockers herauszubringen, geschweige denn sein Gesamtwerk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei ist er offenbar durchaus befähigt, andere daran zu hindern.
Wir hoffen, dass dieses Vorgehen, welches einem Vergessen Rudolf Rockers Vorschub leistet, allen mit dem Thema vertrauten Einzelpersonen, Forschungseinrichtungen und auch den Nachkommen Rockers zu Gehör kommt, und diese daraus entsprechende Konsequenzen ziehen werden.
Wir erklären uns ausdrücklich mit allen solidarisch, die aufgrund von Rocker-Publikationen durch Klagen betroffen sind. Rudolf Rocker gehört der progressiven Menschheit und keinem Privatkläger.
Institut für Syndikalismusforschung, Bremen, Juni 2011Sonderseite des Blogs des Instituts zu Rudolf Rocker
13.06.2011
Sicherheitsfirma greift AktivistInnen an
In der Waterfront in Bremen fand am Samstag die 12. Zeitarbeitsmesse unter dem zynischem
Motto
Arbeit mit Zukunft statt.
Um ihre grundsätzliche Ablehnung der Zeitarbeit deutlich zu machen,
versammelten sich dort circa 20 AktivistInnen aus verschiedenen linksradikalen und
sozialpolitischen Gruppen. Mittels Flugblättern, Redebeiträgen und Transparenten wurden
die BesucherInnen, über die Realitäten in der Zeitarbeit, informiert.
"Leiharbeit ist eine besonders widerliche Beschäftigungsform, mit ihr werden die Lähne noch
weiter gedrückt, die Tarifverträge unterlaufen und die Arbeitsverhältnisse immer weiter
prekarisiert", so Inga Peters vom Bremer Bündnis gegen Leiharbeit. "Dies alles geschieht mit
Unterstützung der Stadt Bremen", so Peters weiter. "So würden Arbeitssuchende gezielt vom
Bremer Jobcenter auf Zeitarbeitsfirmen verwiesen werden, wer dem nicht nachkomme bekäme
Sanktionen. Wir fordern die sofortige Abschaffung der Zeitarbeit", so Peters.
überschattet wurde der Protest von Gewalt seitens der Sicherheitsfirma der Zeitarbeitsmesse.
Circa 8 - 10 Securities griffen die AktivistInnen gezielt mit Tritten und Faustschlägen an
und verletzten mehrere. Mehrere Einsatzwagen der Polizei wurden von den Veranstaltern der
Zeitarbeitsmesse angefordert und gingen zum Teil in Kooperation mit den Securities gegen
Demonstrierende vor.
"Der Einsatz von Schlägern gegen Proteste gegen Zeitarbeit ist neu. Offensichtlich fühlen
sich die Zeitarbeitsfirmen unsicher", so Peters dazu. Anschaulich wurde damit, wie Gewalt
gegen Erwerbslose, sie mittels Sanktionsdruck in die Mühlen der Zeitarbeitsfirmen zu
treiben in private (Security) und öffentliche Gewalt gegen KritikerInnen dieser Verhältnisse
ergänzt wird.
"Was der Einschüchterung dienen sollte, ist für uns aber nur erneuter Ansporn", so Peters
abschließend.
Verteilt wurdedieserInfoflyer
23.05.2011
Ich bin stärker als sämtliche Armeen der Welt.
Ich habe mehr Menschenleben zerstört als alle Kriege der Welt.
Ich bin tödlicher als Bomben und ich habe mehr Heime verwüstet als die mächtigste Belagerungskanone.
Ich vernichte jedes Jahr Tausende von Lohnarbeitern.
Ich erscheine an ungesehenen Stellen und tue dort am meisten Arbeit, wo ich am wenigsten vermutet werde.
Ich bin unstet und überall - in der Fabrik, im Hause, auf der Strasse und auf der See.
Ich bringe Krankheit, Hilflosigkeit und Tod, und dennoch suchen nur wenige mich zu meiden.
Ich bin euer ärgster Feind.
Ich bin der Kapitalismus.
Aus: "Der Syndikalist" Nr.49, 1925



